Grazer Orchester Recreation startet in die neue Saison
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von Agenturen++ ARCHIVBILD ++ Chefdirigentin Mei-Ann Chen führt das Orchester in die neue Saison
Bild: APA/APA/dpa/Jens Büttner
Was mit sechs Konzerten begann, startet nun mit 35 Aufführungen in die 25. Saison: Das Grazer Orchester Recreation konnte sich über die Jahre als Fixpunkt im Musikangebot der Stadt etablieren. Für 2026/27 sind drei Programme mit Chefdirigentin Mei-Ann Chen geplant, den Höhepunkt soll Beethovens dritte Symphonie darstellen. Der Barockzyklus konnte einen Abonnenten-Zuwachs verzeichnen, teilte Intendant Mathis Huber bei der Programmpräsentation am Freitag erfreut mit.
13 Projekte stehen in der Jubiläumssaison in der speziellen Aufführungsweise auf dem Programm: Die Konzerte dauern nach wie vor rund 65 Minuten ohne Pause, dafür werden Beginnzeiten um 18.00 und 20.00 Uhr angeboten. Ein System, das laut Huber vom Publikum so gewünscht und begrüßt wird. Besonders beliebt ist derzeit die Barockschiene: "Recreation Barock ist ein Wachstumsabo", erklärte Huber und ergänzte: "Wir haben keine Angst, dass die KI uns ersetzen könnte."
Chefdirigentin Mei-Ann Chen leitet Amerika-Konzert
Mei-Ann Chen dirigiert zum 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung das Programm "American Dream", in dem unter anderem Samuel Barbers "Adagio for Strings" sowie Musik von Philip Glass erklingen werden, außerdem Werke von Steve Reich, Jessie Montgomery und Igor Strawinsky. Unter dem Titel "Bolero" leitet Chen einen Abend, an dem nicht nur Maurice Ravels Paradestück, sondern auch Musik der kalifornischen Komponistin Gabriela Lena Frank erklingen wird. Das dritte Konzert unter der Leitung der Chefdirigentin ist Ludwig van Beethovens Symphonie Nr.3 (Eroica) gewidmet, das mit einer Ouvertüre von Emilie Mayer kombiniert wird.
Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium unter der Leitung von Michael Hofstetter wird im normalen Zyklus aufgeführt und ist für drei Aufführungen eingeplant. Zu Saisonbeginn gibt es ein Konzert mit Igor Strawinskis "Feuervogel" und Pjotr I. Tschaikowskis Klavierkonzert Nr.1, gespielt von Kristina Miller. Ein Mozart-Programm mit Claire Huangci als Solistin und Dirigentin steht ebenso auf dem Programm wie "Paukenschlag", ein Abend mit Joseph Haydn und nochmals Mozart. Ebenfalls in Doppelfunktion wird Andrea Götsch bei "Frühlingssinfonie" zu hören sein, wenn die Klarinettistin im zweiten Teil die Gesamtleitung übernimmt. Den Abschluss bildet das "Gentlemen"-Konzert mit Musik von Franz Schubert und Joaquín Rodrigo.
Barockzyklus und Extra-Angebot für Schulklassen
Der vierteilige Barockzyklus bringt unter anderem jedes Mal den gerade passenden Teil aus Antonio Vivaldis "Vier Jahreszeiten" zu Gehör. Der "Herbst" lässt die Hörner zur Jagd erschallen (Leitung: Christian Binde), "Winter" bringt Weihnachtsmusik (Leitung: Chouchane Siranossian), im "Frühling" erklingen Teile aus Georg Philipp Telemanns "Tafelmusik" (Leitung: Maria Kubizek) und der "Sommer" setzt mit viel Vivaldi und dem Steirer Johann Joseph Fux einen Schlusspunkt (Leitung: Alfredo Bernardini).
Für Schulklassen werden gratis Generalproben angeboten, die auf Wunsch von den RX Talks (Recreation Experience Talks), geleitet von Kirsten Hauser, begleitet werden. Die Kooperation wurde bereits bis Kärnten ausgedehnt und soll noch weiter verstärkt werden.
(S E R V I C E - Orchester Recreation https://styriarte.com/)
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