Häusliche Gewaltakte in Wien

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von Agenturen

Die Polizei sprach Betretungs- und Annäherungsverbote aus

Bild: APA/APA/THEMENBILD/HARALD SCHNEIDER


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Zweimal sind häusliche Streitereien in Wien am Dienstag eskaliert. Gegen 10.00 Uhr verletzte eine 43-Jährige ihren gleichaltrigen Lebensgefährten in einer Wohnung in Margareten mit einem Messer leicht. Auch ein Freund, der schlichtend eingreifen wollte, erlitt Polizeisprecherin Irina Steirer zufolge leichte Blessuren. Am Abend verletzte ein 55-Jähriger in Favoriten mit Faustschlägen und weiteren Gewaltakten seinen 19-jährigen Sohn und seine 52-jährige Frau.

Das Motiv bzw. die Gründe für die Auseinandersetzungen blieben in beiden Fällen im Dunkeln. Bei der Gewalttat am Vormittag war in der Wohnung am Margaretengürtel ein verbaler Streit zwischen den Lebensgefährten, die dem Suchtgiftmilieu angehören dürften, gewalttätig geworden. Die Frau griff zu einem Küchenmesser und versuchte, auf ihren Freund einzustechen. Als die Uniformierten eintrafen, hatte sie das Messer noch in der Hand. Die Beamten sprachen sie an, sie legte die Stichwaffe daraufhin ab und ließ sich widerstandslos festnehmen. Die Polizistinnen und Polizisten sprachen gegen sie ein Betretungs- und Annäherungsverbot sowie ein vorläufiges Waffenverbot aus. Neben ihrem Lebensgefährten wurde auch ein Freund leicht verletzt, der den Streit der beiden schlichten wollte.

55-Jähriger gegen Familie in Favoriten

Gegen 20.45 Uhr wurde die Polizei in die Schröttergasse in Favoriten alarmiert. Dort war ein 55-Jähriger mit seinem Sohn aus unbekannter Ursache in Streit geraten. Der Vater schlug seinem Sohn die Faust ins Gesicht. Die 52-jährige Frau des Aggressors versuchte dazwischenzugehen, woraufhin sich der Zorn des Mannes auch auf sie entlud. Er soll sie ebenfalls ins Gesicht geschlagen, am Hals gekratzt und ihr T-Shirt zerrissen haben.

Beim Eintreffen der Polizei hatte sich die Situation eigentlich bereits beruhigt. Gegen den 55-Jährigen wurde ein Betretungs- und Annäherungsverbot ausgesprochen. Als die Beamten den Mann aufforderten, die Wohnung zu verlassen, wurde er aggressiv. Er schlug einem Beamten mit der Faust auf den Unterarm und versetzte einem weiteren Beamten einen Kopfstoß. Der indische Staatsbürger wurde festgenommen.

(S E R V I C E - Hilfeangebote des Vereins AÖF: Die Frauen-Helpline gegen Gewalt 0800/222-555 steht rund um die Uhr, mehrsprachig, anonym und kostenlos allen Frauen, Angehörigen und Interessierten zur Verfügung: www.frauenhelpline.at ; beim Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) unter www.aoef.at. Die Wiener Polizei ist Ansprechpartner für Personen, die Gewalt wahrnehmen oder selbst Opfer von Gewalt sind. Der Polizei-Notruf ist unter der Nummer 133 jederzeit erreichbar. Die Kriminalprävention des Landeskriminalamt Wiens bietet darüber hinaus persönliche Beratungen unter der Hotline 0800/216346 an.

Weitere Anlaufstellen für Gewaltopfer: Gewaltschutzzentrum Wien: https://www.gewaltschutzzentrum.at/wien/ 01/585-32-88 - 24-Stunden Frauennotruf der Stadt Wien: 01-71719 - Wiener Frauenhaus-Notruf 057722 - Österreichische Gewaltschutzzentren: 0800/700-217)

Onlineberatung HelpChat "Halt der Gewalt" (tägl. 18-22 Uhr und jeden Fr. von 9-23 Uhr): https://haltdergewalt.at )

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