Hipp-Verdächtiger soll Gehaltszettel gefälscht haben

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von Agenturen

39-Jähriger in U-Haft

Bild: APA/APA/THEMENBILD/TOBIAS STEINMAURER


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Der Verdächtige im Fall des Erpressungsversuchs gegen den deutschen Babykosthersteller Hipp soll in der Vergangenheit laut einem "Krone"-Bericht Gehaltsbestätigungen gefälscht haben, um an hohe Kredite zu kommen. Der Anwalt des 39-Jährigen bestätigte auf APA-Anfrage am Mittwoch, dass sein Mandant "mit nicht ganz integeren Mitteln bessere Konditionen" bei der Bank erhalten habe. Die Staatsanwaltschaft Eisenstadt kommentierte dies nicht.

Bei dem Verdächtigen, der seit vergangener Woche in U-Haft in der Justizanstalt Eisenstadt sitzt, handelt es sich um einen früheren Hipp-Mitarbeiter, dessen Dienstverhältnis einvernehmlich aufgelöst worden sein soll. Laut dem Zeitungsbericht am Mittwoch, der sich auf Auswertungen seines ehemaligen Dienstcomputers bezieht, soll er seine Lohnzettel gefälscht und sich damit bei einer slowakischen Bank Kredite erschlichen haben. Mit dem Geld habe er unter anderem erst kurz vor der Festnahme in Salzburg ein Grundstück erstanden. Das Drohschreiben an Hipp sei eine Stunde vor seinem Entlassungsgespräch verschickt worden.

Anwalt von Unschuld überzeugt

Anwalt Manfred Arbacher-Stöger erklärte auf APA-Anfrage, dass "der ein oder andere Gehaltszettel" verändert worden sei. Dies sei kein Betrug, denn sein Mandant habe die Kredite "ganz normal bedienen können": "Er hat dadurch bessere Konditionen bekommen, mit nicht ganz integeren Mitteln." Mit seinem eigentlichen Gehalt hätte er die Kredite auch sowieso bekommen, meinte der Anwalt. Er zeigte sich weiterhin davon überzeugt, dass die Ermittlungen "die Unschuld meines Mandanten zutage bringen werden". Bis jetzt sei "nichts gefunden worden". Auch bei dem bei der Hausdurchsuchung sichergestellten Rattengift handle es sich um ein anderes, als jenes, das im Hipp-Glas gefunden worden war, so Arbacher-Stöger.

Der Verdächtige sitzt seit etwas über einer Woche in Untersuchungshaft. Die Haftprüfung findet nach 14 Tagen am kommenden Dienstag statt. Von der Staatsanwaltschaft Eisenstadt gab es am Mittwoch keine neuen Informationen. Ermittelt wird gegen den gebürtigen Slowaken aktuell weiterhin wegen versuchter schwerer Erpressung, vorsätzlicher Gemeingefährdung und versuchter absichtlich schwerer Körperverletzung. Das im Burgenland sichergestellte Hipp-Glas enthielt 15 Mikrogramm Rattengift. Laut einem Gutachten wäre der Verzehr nicht lebensgefährlich gewesen. Die Dosis war aber hoch genug, um gesundheitliche Auswirkungen zu verursachen.

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