Königsberger-Ludwig zieht Kandidatur für SPNÖ-Vorsitz zurück
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von AgenturenHergovich kandidiert als Vorsitzender, Königsberger-Ludwig bleibt Vize
Bild: APA/APA/MAX SLOVENCIK/MAX SLOVENCIK
Gesundheitsstaatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig hat ihre Kandidatur für den Vorsitz der niederösterreichischen Sozialdemokraten zurückgezogen. "Meine Intention war niemals, der SPÖ Niederösterreich zu schaden", betonte sie nach einer Sitzung des erweiterten Landesparteipräsidiums am Mittwoch in St. Pölten. Einstimmig beschlossen wurde, dass sich Sven Hergovich Ende Mai der Wiederwahl als Vorsitzender stellen und als Spitzenkandidat in die Landtagswahl 2028 gehen wird.
Königsberger-Ludwig kandidiert als stellvertretende Landesparteivorsitzende - diese Funktion hat sie auch derzeit inne. Damit bleibt die Kampfabstimmung zwischen der ehemaligen Landesrätin und dem amtierenden Vorsitzenden aus. In einer Vorstandssitzung nächsten Montag soll der Wahlvorschlag für den Landesparteitag am 30. Mai in Vösendorf beschlossen werden. "Uns verbindet viel mehr, als uns trennt", betonte Landesrat Hergovich. Ziel sei es, dass die unterschiedlichen Ebenen - Bundes- und Landespartei sowie Bezirks- und Ortsorganisationen - "an einem Strang ziehen".
Hergovich will 2028 Schwarz-Blau in Niederösterreich "beenden"
Die ursprüngliche Ankündigung einer Gegenkandidatur vergangenes Wochenende war für viele in der Landespartei überraschend gekommen. Hergovich, der als Kritiker von Bundesparteichef Vizekanzler Andreas Babler gilt, erfuhr davon aus den Medien. "Um die aktuelle Situation offen, intern und nicht über die Medien zu besprechen", lud er am Montag das Landesparteipräsidium und alle Bezirksparteivorsitzenden zu dem Termin am Mittwoch um 15.00 Uhr in der Landesparteizentrale ein.
Königsberger-Ludwig hatte am Sonntagabend an SPÖ-Mitglieder und den Landesparteivorstand geschrieben, dass in Gesprächen "deutlich geworden" sei, "dass es in Teilen der Partei den Wunsch nach personellen Veränderungen gibt". Es gehe ihr darum, die niederösterreichische Sozialdemokratie "in eine ruhige, geschlossene und lösungsorientierte Richtung weiterzuentwickeln". Hergovich bekräftigte daraufhin, dass er kandidieren werde, und betonte in einem Schreiben an die Parteikollegen mit Blick auf die nächste Landtagswahl: "Mein Ziel ist eindeutig: 2028 Schwarz-Blau in Niederösterreich zu beenden."
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