Musikfestival Schubertiade feiert 50-jähriges Bestehen

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Schuberts Brille - nächste Woche steht seine Musik im Mittelpunkt.

Bild: APA/APA/HERWIG HÖLLER/HERWIG HÖLLER


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Das Vorarlberger Musikfestival Schubertiade feiert sein 50-jähriges Bestehen mit einem besonderen Blick zurück. Beim Festivalauftakt in Hohenems (29. April bis 3. Mai) wird in fünf Liederabenden, zwei Kammerkonzerten, einem Klavierabend sowie einem Chorkonzert genau jener "Strauß berühmter und bekannter Werke Schuberts" aufgeführt, auf dem Gründer Hermann Prey 1976 das Festival aufbaute. Seither zählt es zu den weltweit bedeutendsten Festivals für Kammermusik und Liedgesang.

Mit einem "Festival für Franz Schubert" wollte die Schubertiade dem Wiener Komponisten den ihm gebührenden Platz neben Mozart und Beethoven einräumen. Mit jährlich rund 35.000 Besuchern in Hohenems, wo die Schubertiade am 8. Mai 1976 ihren Anfang nahm, und Schwarzenberg (Bregenzerwald) gilt die Schubertiade heute als das renommierteste Festival, das Schuberts Werk gewidmet ist. Ihren Charakter hat sich die Schubertiade über die Jahrzehnte hinweg stets bewahrt: Im Mittelpunkt stehen Liederabende, Klavierabende und Kammerkonzerte. Und auch der "Macher" ist derselbe geblieben - Gerd Nachbauer, Schubertiade-Geschäftsführer seit der ersten Stunde, verantwortet nach dem Abgang von Hermann Prey 1980 das Festival auch künstlerisch allein.

Vier Zyklen in Hohenems, zwei in Schwarzenberg

Das diesjährige Konzertjahr ist in sechs Zyklen aufgeteilt, vier in Hohenems und zwei in Schwarzenberg. Nach dem 3. Mai geht es zunächst in Hohenems (29. bis 31. Mai) weiter, ehe sich die Veranstaltungsorte abwechseln. In Schwarzenberg bietet die Schubertiade feinstes Programm von 19. bis 24. Juni sowie von 21. bis 26. August. In Hohenems sind weitere Veranstaltungen von 16. bis 19. Juli und von 1. bis 4. Oktober angesetzt. Zu erleben gibt es über das gesamte Jahr hinweg 22 Liederabende, acht Klavierabende, 18 Kammerkonzerte und ein Chorkonzert. Spielstätten sind mit einer Ausnahme der Markus-Sittikus-Saal in Hohenems und der Angelika-Kauffmann-Saal in Schwarzenberg, die beide für exzellente Akustik bekannt sind.

Eine Vielzahl der renommiertesten Künstlerinnen und Künstler tritt in steter Regelmäßigkeit bei der Schubertiade auf. Beim ersten Konzertzyklus gibt es ein Wiedersehen mit Konstantin Krimmel, Andrè Schuen, Ilker Arcayürek, Sophie Rennert, Yaara Tal & Andreas Groethuysen, dem Mandelring Quartett, dem Pavel Haas Quartett sowie bei einem großen Chorkonzert unter der Leitung von Benjamin Lack mit dem Kammerchor Feldkirch, Johannes Hämmerle sowie Mitgliedern des Symphonieorchester Vorarlberg.

Bekannte Künstler

Nicht weniger bekannt sind die Künstler, die zu den anderen Zyklen nach Vorarlberg reisen. Bei den Liederabenden sind unter anderen Nikola Hillebrand, Christiane Karg, Mauro Peter, Christoph Prégardien und Julian Prégardien zu erleben. Klavierabende gestalten etwa David Fray, Marc-André Hamelin, Elisabeth Leonskaja, Igor Levit, Paul Lewis und Francesco Piemontesi. In den Kammerkonzerten treten auch das Hagen Quartett, das Pavel Haas Quartett, das Minetti Quartett, Renaud Capuçon, Veronika Eberle, Julia Hagen und Jörg Widmann auf.

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