"SturmEcho" - Ein Eldorado für SK-Sturm-Fans und -Forscher

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Der SK Sturm war 2025 Fußball-Meister in Österreich

Bild: APA/APA/ERWIN SCHERIAU/ERWIN SCHERIAU


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Seit März ist es online: Das Archiv sämtlicher Ausgaben von "SturmEcho", dem offiziellen Magazin des Sportklubs Sturm Graz. Fans wie akademisch Interessierte können seither in 18.660 von insgesamt 583 Vereinspublikationen stöbern. Möglich gemacht hat das der für den Bundesligaverein arbeitende Mediendesigner Christian Wiedner, der das Konvolut in mehrjähriger Arbeit digitalisiert und aufbereitet hat. Das Unterfangen dürfte europaweit bisher einzigartig sein.

Zusätzlich zu den 383 Ausgaben und acht Sonderausgaben des "SturmEcho" wurden sämtliche Nummern des seit 2011 existierenden Stadionmagazins "SturmEcho LIVE", die seit 2021 veröffentlichten Geschäftsberichte und das vor drei Jahren gegründete Kindermagazin "SturmEcholino" digital erfasst und damit öffentlich und gratis zugänglich gemacht.

Langfristiges Ziel: Sturm-Museum

Mit dem Online-Archiv will man das "kollektive Gedächtnis der Sturm-Familie" (Sturm-Präsident Christian Jauk) bewahren und die Vereinsgeschichte lebendig erhalten. Für die Betreuung des gesamten Sturm-Archivs wurde bereits im Jahr 2020 ein siebenköpfiger Beirat eingerichtet. "Wir arbeiten fortlaufend an der Pflege und der Erweiterung der Sammlung", sagt Wiedner, selbst Mitglied des Beirats. Dazu gehören auch Pokale, Trikots, Geschenke gegnerischer Klubs, Fotografien, Druck- und Kunstwerke verschiedener Art. Langfristiges Ziel ist es, damit ein eigenes Museum des SK Sturm einzurichten. Ein adaptiertes Liebenauer Stadion wäre laut Wiedner wohl der ideale Ort für so ein Museum.

Das "SturmEcho" gibt es seit 1968, seit Oktober 1970 hat es in der Person von Herbert Troger ununterbrochen denselben Chefredakteur, der damit wohl der derzeit dienstälteste Chefredakteur eines österreichischen Periodikums ist. Die Wurzeln des Klubmagazins - es ist auch das älteste heute noch existierende Fußballvereinsmagazin Österreichs - reichen aber noch weiter zurück.

Erstes "SturmEcho" kostete einen Schilling

1956 gab es mit dem "Sport Telegraf" erstmals ein "Nachrichtenblatt des S.C. Sturm-Graz", so der seinerzeitige Untertitel. Diesem war allerdings nur eine kurze Existenz beschieden, nach vier Ausgaben war auch schon wieder Schluss. 1962 nahmen die beiden Sturm-Funktionäre Herwig Brandstätter und Viktor Vavra einen neuen Anlauf. Vom "Sportprogramm Grazer Sportklub Sturm" erschienen immerhin 78 Ausgaben, bevor es neu konzipiert wurde, und einen neuen Titel bekam. Im März 1968 wurde dann das erste Exemplar des "SturmEcho" zum Preis von einem Schilling verkauft.

Anfangs mit acht Seiten noch recht dünn, wuchs das "SturmEcho" im Lauf der Jahre auf 24 Seiten an. Einen kleinen "Ausreißer" gab es in der Ära Kartnig, als man dem Klubmagazin mit "SturmNews" für die Ausgaben 224 bis 313 einen vermeintlich moderneren Titel verpasste. Heute wird es laut Wiedner auch vom internationalen Fachpublikum geschätzt. Die Inhalte des Magazins werden von Vereinsmitgliedern erstellt. Die aktuelle Ausgabe des "SturmEcho" thematisiert unter anderem die Beziehungen des Vereins zu Wien. In einer Reportage mit dem Titel "Wien-Win-Situation" erklären Martin Behr und Matthäus Bär, wie sich auch in der Bundeshauptstadt eine Szene schwarz-weißer Fans und Unterstützer etabliert hat.

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Nächster Schritt: weitere Digitalisierungen

Da das angedachte Sturm-Museum angesichts ausständiger Entscheidungen über den Ausbau des Stadions Liebenau derzeit noch Zukunftsmusik ist, setzt man sich im Beirat nähere Ziele: "Unser nächster Schritt ist die Digitalisierung vom Sport Telegraf und vom Sportprogramm". Auch verschiedene historische Festschriften des SK Sturm sollen online abrufbar gemacht werden.

(S E R V I C E - Das Online-Archiv des SK Sturm: https://www.calameo.com/sturmecho/ )

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