Nach Gauder Fest-Vorfällen werden Verdächtige gesucht

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von Agenturen

Gauder Fest heuer überschattet

Bild: APA/APA/EXPA/JOHANN GRODER/EXPA/JOHANN GRODER


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Nach dem Verdacht von neonazistischen bzw. rassistischen Vorfällen rund um das Gauder Fest im Tiroler Zillertal, das vom 29. April bis zum 2. Mai über die Bühne gegangen war, hat die Polizei am Mittwoch Lichtbilder von Verdächtigen veröffentlicht. Diese befanden sich am 1. Mai bei der Anreise in der Zillertalbahn und sollen wiederholt den Hitlergruß ausgeführt sowie lautstark die Parole "Sieg! Sieg! Sieg! Heil! Heil! Heil" skandiert haben.

Über Anordnung der Staatsanwaltschaft wurden die Bilder zur Ausforschung der Unbekannten nun veröffentlicht. Zuvor hatte auf Social Media bereits ein Video die Runde gemacht. Das Landesamt Staatsschutz und Extremismusbekämpfung (LSE) ersuchte um Hinweise.

Mehrer Vorfälle kolportiert

Anonyme, aus Tirol stammende Festgäste hatten sich zuletzt beim "Standard" gemeldet und von mutmaßlichen Vorfällen berichtet. Drei offenbar betrunkene junge Männer hätten sich im Zug mit einer weiteren Gruppe zusammengetan. Zudem war von rassistischen und antisemitischen Aussagen am Weg zum Fest die Rede und von Personen, die sich auf der Toilette am Festgelände "rassistisch ausgelassen" hätten. Und am Rande des Gauder Festes, in einer Hotelbar in Zell am Ziller, hätte eine Gruppe junger Männer offen "SS" und "HH" sowie ein Hakenkreuz auf einen Tisch gemalt.

Man ermittle "in allen Bereichen" gegen Unbekannt, was die offenbaren Vorfälle in der Zillertalbahn betrifft auch wegen eines Verstoßes gegen das Verbotsgesetz bzw. wegen möglicher nationalsozialistischer Wiederbetätigung, hatte eine Polizeisprecherin bereits am Montag zur APA gesagt. Bei der Exekutive selbst habe hingegen niemand direkt etwas angezeigt, die Untersuchungen seien aufgrund der medialen Berichterstattung eingeleitet worden.

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