Tote nach russischen Angriffen in der Ukraine
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von Agenturen++ ARCHIVBILD ++ Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj
Bild: APA/APA/dpa/Sven Hoppe
Bei einem russischen Drohnenangriff auf die Ukraine sind mindestens sechs Menschen getötet worden. Die bei Tageslicht geflogenen Angriffe zielten auf kritische Infrastruktur im Westen des Landes und veranlassten das Nachbarland Polen, vorsorglich Kampfjets aufsteigen zu lassen, wie die polnische Armee am Mittwoch mitteilte. Der Luftraum des NATO-Mitglieds sei jedoch nicht verletzt worden.
Seit Tagesbeginn seien bereits mindestens 800 Drohnen in den Luftraum des Landes eingedrungen, und die Attacke dauere an, teilte Selenskyj bei Telegram mit. Er sprach von "Terror".
"Es ist sicherlich kein Zufall, dass einer der längsten massiven russischen Angriffe gegen die Ukraine gerade zu dem Zeitpunkt stattfand, als der Präsident der Vereinigten Staaten zu einem Besuch in China eintraf - einem Besuch, von dem sich viele viel versprechen", sagte Selenskyj. Er hatte zuvor die Hoffnung geäußert, dass US-Präsident Donald Trump auf China einwirke, die Unterstützung für den russischen Angriffskrieg zu beenden.
Peking bezeichnet sich offiziell als neutral in dem Konflikt. Durch den Kauf von russischem Öl und Gas spült China aber Geld in Russlands Kriegskasse. Und das mit westlichen Sanktionen belegte Russland profitiert wiederum vom chinesischen Gütern, die es auch für seine Rüstungsindustrie nutzt.
Selenskyj: Russland nutzt schwierige geopolitische Lage
Selenskyj warf Russland vor, die schwierige geopolitische Phase auszunutzen, "das allgemeine politische Klima zu vergiften". In einer Rede in der rumänischen Hauptstadt Bukarest bei einem Gipfel von neun osteuropäischen NATO-Mitgliedern (B9) forderte er die Verbündeten auf, die Verteidigungskraft der Ukraine weiter zu stärken. Russland müsse auch mit weiterem Druck - etwa mit schärferen Sanktionen - an den Verhandlungstisch gezwungen werden, um den Krieg zu beenden.
In Moskau wiederholte Kremlsprecher Dmitri Peskow die russische Aufforderung an Selenskyj, seine Truppen aus dem Gebiet Donezk abzuziehen. Dann könne es einen Waffenstillstand geben. Selenskyj lehnt es kategorisch ab, die von Kiew kontrollierten Gebiete Russland zu schenken.
Ungarische Außenministerin verurteilt Angriffe
Die ungarische Außenministerin Anita Orbán verurteilte die Angriffe und kündigte an, diese würden Thema bei der ersten Kabinettssitzung der neuen Regierung im Laufe des Tages sein. Die Slowakei teilte mit, aus Sicherheitsgründen ihre Grenze zum Westen der Ukraine zu schließen.
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