Neues Teleskop für die Wiener Urania Sternwarte

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Ein Spezialkran hob das alte Teleskop aus der Urania-Kuppel

Bild: APA/APA/HELMUT FOHRINGER/HELMUT FOHRINGER


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Die Urania Sternwarte in Wien-Innere Stadt erhält ein neues Teleskop. Das 46 Jahre alte Doppelfernrohr wurde am Dienstag mittels eines Spezialkrans aus der 26 Meter über dem Straßenniveau befindlichen Kuppel des Observatoriums gehoben. Im Herbst soll dann ein modernes Spiegelteleskop installiert werden, um den Besucherinnen und Besuchern Beobachtungen von Objekten zu ermöglichen, für die das bisherige Fernrohr zu lichtschwach war.

Die 1910 eröffnete Urania Sternwarte ist die älteste Volkssternwarte Österreichs. 1980 wurde ein speziell für Bildungsaufgaben konzipiertes neues Doppelfernrohr in Betrieb genommen. Es besteht aus einem Spiegel- und einem Linsenteleskop.

Diese seien "schon ein bisschen in die Jahre gekommen, das gilt vor allem für das Spiegelteleskop", erklärte Michael Feuchtinger, Direktor der astronomischen Einrichtungen der Wiener Volkshochschulen, zu denen die Urania Sternwarte gehört, gegenüber der APA. Für den Tausch, dessen Kosten der Sternwarten-Leiter mit "ein paar Hunderttausend Euro" bezifferte, musste das über zwei Tonnen schwere Instrument von einem Kran durch die Beobachtungsöffnung aus der Kuppel gehoben werden.

Bessere Beobachtung lichtschwacher Objekte möglich

Das neue Spiegelteleskop wird von der Mühlviertler Firma ASA Astrosysteme GmbH gebaut und mit einem 60 Zentimeter großen Spiegel ausgestattet. "Der Durchmesser ist damit doppelt so groß wie jener des alten Teleskops, der Spiegel hat also die vierfache Fläche und damit wesentlich mehr Lichtsammelvermögen", so Feuchtinger. Das bedeute, dass man damit lichtschwächere Objekte besser beobachten könne als bisher.

Als Beispiele nannte der Astrophysiker wesentlich mehr Details etwa vom Orion-Nebel oder von den Jupitermonden und Saturnringen. Zudem werde auch die Technik auf den neuesten Stand gebracht, womit sich das Teleskop viel besser steuern lasse als früher.

Wiedereröffnung voraussichtlich Anfang November

ASA Astrosysteme wird auch das alte Linsenfernrohr adaptieren und in das neue Beobachtungsinstrument integrieren. "Das Linsenfernrohr erhalten wir vor allem deshalb, weil man damit und einem speziellen Filter super die Sonne beobachten kann, das geht mit dem Spiegelteleskop nicht", so Feuchtinger.

Er schätzt, dass die Urania Sternwarte mit dem neuen Teleskop Anfang November 2026 wieder eröffnen kann. Während der Schließphase, in der auch die aus 1956 stammende, weithin sichtbare Kuppel renoviert wird, gibt es auf der Dachterrasse der Urania weiterhin die Chance, mit mobilen Teleskopen einen Blick in den Nachthimmel zu werfen.

(SERVICE - Urania Sternwarte: https://go.apa.at/fiwqSnid )

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