Nicht nur Tore: PSG dank Defensive wieder im Finale

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von Agenturen

Laimers Bayern bissen sich an Pacho und Co. Zähne aus

Bild: APA/APA/AFP/ODD ANDERSEN


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Nach der defensiven Meisterleistung peilt Paris St. Germain in der Fußball-Champions-League ein Kunststück an, das bisher nur Real vollbracht hat. Den Titel in der Königsklasse ein Jahr später zu verteidigen, ist bis dato nur den Madrilenen gelungen. PSG sieht sich nach dem Einzug ins Endspiel über die Bayern hinweg für das Duell mit Arsenal gerüstet. "Wir haben allen gezeigt, dass wir schönen Fußball spielen, aber auch kämpfen und leiden können", sagte Trainer Luis Enrique.

Beim 1:1 in München hatte die Elf des Spaniers davor bewiesen, nicht - wie beim 5:4-Torfestival im Hinspiel - nur offensiv eine Macht zu sein. Harry Kane war lange unauffällig, der Ausgleich durch den englischen Torjäger tief in der Nachspielzeit kam für die Bayern zu spät. PSG hatte davor genug Chancen auf die Entscheidung vorgefunden.

Laimer: Letzter Punch hat gefehlt

"Es ist hart, wenn man in solch einem Spiel ausscheidet. Auf solchem Niveau kommt es auf kleine Details, Entscheidungen und Momente an", meinte Konrad Laimer nach dem Aus seiner Bayern. Der Salzburger hatte gegen PSG-Star Khvicha Kvaratskhelia einen schweren Stand. Der Georgier lancierte ebenso wie Desire Doue immer wieder Tempo-Gegenstöße und war sich auch für Defensivaufgaben nicht zu schade.

Was Laimer bei Bayerns Aktionen vermisste: "Es hat immer der letzte Punch gefehlt, dass die 100-Prozentige (Torchance) herauskommt." Dieser Meinung war auch Manuel Neuer. "Wir waren heute keine Killer in der Offensive", merkte der Torhüter an. Die Münchner Tormaschinerie um Kane, Michael Olise und Luis Diaz wurde vom Pariser Kollektiv entschärft. Als "Man of the Match" wurde Innenverteidiger Willian Pacho ausgezeichnet.

PSG-Clubchef lobt seine "23 Krieger"

Die Franzosen brachte ihre Effizienz auf den Erfolgspfad. Das Blitztor von Weltfußballer Ousmane Dembele nach nicht einmal drei Minuten spielte PSG in die Karten. "Wir haben gezeigt, dass wir auch im tiefen Block verteidigen können. Eigentlich haben wir dazu nicht die Spieler, aber weil wir es mussten, haben wir es dennoch geschafft. Das ist unsere große Stärke", meinte Enrique. Clubchef Nasser Al-Khelaifi lobte die Spieler als "23 Krieger".

Auch der in der Champions League noch ungeschlagene Finalgegner Arsenal soll die Stärken von PSG zu spüren bekommen. Er habe großes Vertrauen in seine Mannschaft, betonte Enrique. Das Endspiel um den wichtigsten Pokal im europäischen Clubfußball steigt am 30. Mai in Budapest. Ein Jahr nach dem famosen 5:0-Triumph im Endspiel gegen Inter Mailand soll der nächste Coup der Pariser folgen. "Wir bleiben bescheiden. Aber wir wissen, was wir wollen", sagte der 20-jährige Doue. Die Titelverteidigung in der Champions League schaffte bis dato nur Real bei den Triumphen von 2016 bis 2018.

Den Bayern bleibt ebenfalls noch ein Finale - jenes im DFB-Pokal am 23. Mai in Berlin gegen den VfB Stuttgart. Das nationale Double soll nun als Trostpflaster dienen. "Darauf werden wir uns konzentrieren", betonte Kapitän Neuer. Im Bayern-Lager war man der Meinung, dass der ganz große Titel in der Champions League vorerst nur aufgeschoben ist. "Ich sitze da in der Kabine und habe das Gefühl, dass ich mit dieser Mannschaft die Champions League noch gewinnen kann", meinte Joshua Kimmich.

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Kompany denkt schon an nächste Saison

Trainer Vincent Kompany gab sich schnell kämpferisch. "Die Mannschaft kennt mich. Ich habe nicht diese Fähigkeit, lange enttäuscht zu sein. Ich bin schon jetzt motiviert für die nächste Saison", sagte der Belgier. Er sei überzeugt, "dass wir es nächste Saison schaffen, noch einmal einen Schritt zu machen. Das ist auch mein Job."

Der 40-Jährige haderte dennoch mit einigen Schlüsselmomenten, darunter einer für ihn klaren Gelb-Roten Karte für PSG-Verteidiger Nuno Mendes oder der für ihn unverständlichen Regelauslegung bei einem Handspiel von Joao Neves im Strafraum. Bei der Aktion des bereits verwarnten Mendes nach einer knappen halben Stunde pfiff der portugiesische Schiedsrichter Joao Pinheiro bereits davor ein Handspiel von Laimer.

Kompany sah bei der Nachbetrachtung "kein einziges Bild, wo Konrad Laimer den Ball mit der Hand berührt". Für den ÖFB-Internationalen war die Entscheidung des Unparteiischen bitter. "Es wäre schon ein sehr entscheidender Moment gewesen, wenn da ein Spieler nach 20 Minuten mit Gelb-Rot vom Platz geht."

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