Nur etwa jeder Neunte verwendet ganzjährig Sonnenschutz
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von AgenturenFür Kinder Lichtschutzfaktor 50+ wichtig
Bild: APA/APA/THEMENBILD/BARBARA GINDL
Der Frühling wird beim Thema Sonnencreme häufig unterschätzt. Jede fünfte Frau und nur jeder zehnte Mann verwendet Sonnenschutzprodukte bereits im Frühling - lediglich elf Prozent der Österreicherinnen und Österreicher nutzen Produkte mit Lichtschutzfaktor ganzjährig. Das zeigt eine Umfrage von Marketagent im Auftrag von BIPA. Während die Temperaturen noch moderat scheinen, erreicht die UV-Strahlung bereits gesundheitsrelevante Werte mit Folgen für die Haut, so die Warnung.
13 Prozent gaben an, nie Sonnenschutz zu verwenden, hieß es am Mittwoch in der Aussendung der REWE-Gruppe, zu der BIPA gehört. Knapp die Hälfte der Bevölkerung startet erst ab dem frühen Sommer (Mai/Juni) mit dem regelmäßigen Einschmieren. Bei zwei Drittel der Befragten kommt Sonnencreme erst dann zum Einsatz, wenn Urlaub oder Freizeitaktivitäten im Freien anstehen. 76 Prozent sind der Meinung, dass Sonnenschutz im Alltag, zum Beispiel auf dem Weg in die Arbeit oder bei Besorgungen, nicht notwendig ist.
Zudem verzichten 82 Prozent an bewölkten Tagen meist gänzlich auf Schutz, obwohl UV-Strahlung unabhängig von Temperatur und sichtbarer Sonne wirkt. "In meiner Praxis erlebe ich täglich, dass Sonnenschutz mit Hitze und Urlaub assoziiert wird - dabei ist die Temperatur dermatologisch irrelevant. Bereits im Frühling erreicht die UV-Strahlung Intensitäten, die zu kumulativen Hautschäden führen können, und das selbst bei bewölktem Himmel", betonte die Dermatologin Erika Ivancic-Brandenberger in der Aussendung.
Schutz alle zwei Stunden erneuern
"Hautkrebs zählt heute zu den häufigsten Krebserkrankungen in Österreich, und täglicher Sonnenschutz bleibt die wirksamste Prävention. Für besonders exponierte Bereiche wie Gesicht, Hals und Kopfhaut empfehle ich daher ganzjährig Sonnenschutz", sagte die Hautärztin. Damit Sonnenschutz seine volle Schutzwirkung entfaltet, muss er großzügig aufgetragen und alle zwei Stunden konsequent erneuert werden.
92 Prozent der Befragten bejahen, dass Kinder spezielle Sonnenschutzprodukte mit höherem Lichtschutzfaktor benötigen. "Das Bewusstsein ist da - und das ist erfreulich. Kinderhaut ist deutlich empfindlicher als Erwachsenenhaut und verfügt noch nicht über die gleichen natürlichen Schutzmechanismen. Gerade frühe Sonnenschäden hinterlassen lebenslange Spuren. LSF 50+ ist für Kinder daher keine Empfehlung, sondern eine medizinische Notwendigkeit", betonte Ivancic-Brandenberger.
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