Vier Tote nach russischen Drohnenangriffen in der Ukraine

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von Agenturen

Russland schickt weiter Drohnen

Bild: APA/APA/The 93rd Kholodnyi Yar Separate/IRYNA RYBAKOVA


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Die Behörden der nordostukrainischen Region Sumy melden vier Tote bei russischen Drohnenangriffen. Unter den Opfern seien zwei Mitarbeiterinnen eines Kindergartens. Kinder hätten sich zum Zeitpunkt des Angriffs jedoch nicht in dem Gebäude befunden. Eine weitere Person sei ums Leben gekommen, als ein Wohnhaus von einer Drohne getroffen wurde. Die von Kiew ausgerufene Feuerpause scheint somit nicht zu halten.

Ein Mann sei durch eine Mine getötet worden, die mutmaßlich von russischen Streitkräften abgeworfen wurde, hieß es aus der Ukraine weiter. Auch in Großstädten wie Charkiw, Krywyj Rih und Saporischschja seien bei Luftangriffen private Gebäude und Infrastruktur beschädigt worden. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha erklärte auf der Plattform X, dies zeige, dass Russland den Frieden ablehne. "Putin geht es nur um Militärparaden, nicht um Menschenleben."

Selenskyj gibt Feuerpause zweite Chance

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj beklagte bereits davor zahlreiche Verstöße Russlands gegen die von Kiew ausgerufene Feuerpause. Bisher antworte Russland auf den Vorschlag einer Waffenruhe nur mit neuen Schlägen und Attacken, sagte er in seiner abendlichen Videobotschaft. "Abhängig von der Lage heute Abend und morgen werden auch wir unsere völlig angemessene Antwort festlegen", sagte er.

Russland habe ein klares Angebot bekommen und wisse, wie die Ukraine oder deren Partner für Detailfragen zu erreichen sei, sagte er. Damit gab er der Feuerpause noch eine zweite Chance.

Zugleich machte Selenskyj deutlich, dass die Ukraine kein Interesse an der von Russland verkündeten Waffenruhe rund um die Feierlichkeiten zum Tag des Sieges am 9. Mai habe. Wenn es nur darum gehe, dass Kremlchef Wladimir Putin ungestört seine Militärparade abhalte, werde das noch gültige Angebot für eine Waffenruhe nicht aufrecht bleiben, sagte er.

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