Wirtschaftsforscher sehen Buget heuer bei gut vier Prozent
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von AgenturenWirtschaftsforscher sehen Budget im Plan
Bild: APA/APA/HELMUT FOHRINGER/HELMUT FOHRINGER
Die Ökonomen des Wifo und IHS prognostizieren für heuer ein gesamtstaatliches Budgetdefizit in Österreich von 4,1 bzw. 4,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Zwar sei die budgetäre Ausgangslage mit einem Defizit von 4,2 Prozent im Jahr 2025 günstiger als ursprünglich angenommen, jedoch dürften die "eingetrübten Wachstumsaussichten die Budgetperspektiven verschlechtern", schreibt das IHS. 2027 soll das Defizit dann minimal auf 4,0 (Wifo) bzw. 4,1 Prozent (IHS) sinken.
Das gemeinsame Budgetdefizit von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungsträgern liegt in den kommenden Jahren damit noch immer deutlich über dem von der EU vorgegebenen Maastricht-Grenzwert von 3 Prozent. Zum Vergleich: Im Jahr 2024 betrug das heimische Defizit 4,7 Prozent. Im Juli wurde deswegen die Eröffnung eines EU-Defizitverfahrens gegen Österreich offiziell beschlossen.
Weitere Sparmaßnahmen notwendig
2028 will die Bundesregierung bei 3,0 Prozent und damit exakt im erlaubten Rahmen der Europäischen Union landen. "Nach aktuellem Stand sind dazu in der kommenden Budgetperiode weitere Konsolidierungsmaßnahmen erforderlich", schreibt das IHS in seiner Prognose. Andernfalls könne sich das Defizitverfahren verlängern.
Dass sich das mit den schon eingeleiteten Maßnahmen nicht ausgehen wird, hat Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) jüngst bestätigt. Er erkennt einen zusätzlichen Konsolidierungsbedarf von zwei Milliarden, und das, obwohl die Regierung ohnehin schon bei den Förderungen bis 2029 einen ebenso hohen Betrag einsparen will.
Basis für Doppelbudget
Die Frühjahrsprognose der beiden Wirtschaftsforschungsinstituten dient als Basis für die Gespräche über das Doppelbudget 2027/28 der Bundesregierung, die ebenfalls am heutigen Freitag starten. Die Wirtschaftsforscher gehen davon aus, dass der Iran-Krieg und die stark gestiegenen Energiepreise die wirtschaftliche Erholung Österreichs bremsen werden. Das Wifo erwartet für 2026 ein Wirtschaftswachstum von 0,9 Prozent und für 2027 von 1,3 Prozent. Das IHS rechnet mit einem Plus von lediglich 0,5 Prozent im laufenden Jahr und 0,8 Prozent im kommenden Jahr.
Staatsverschuldung steigt auf rund 85 Prozent
Die österreichische Staatsverschuldung stieg im vergangenen Jahr auf 81,5 Prozent des BIP an. Das IHS erwartet heuer eine weitere Zunahme auf 83,5 Prozent und 85,4 Prozent im kommenden Jahr. Das Wifo rechnet 2027 mit einer Staatsverschuldung von 84,6 Prozent.
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