WWF warnt vor Niedrigwasser in Österreichs Flüssen
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von AgenturenWWF fordert Schutzpaket für heimische Flüsse
Bild: APA/APA/THEMENBILD/ROBERT JAEGER
Drei Viertel der Fluss-Pegel in Österreich weisen aufgrund der Trockenheit Niedrigwasser auf. Besonders stark betroffen sind laut Naturschutzorganisation WWF die Flussstrecken in der Steiermark (Mur-Einzugsgebiet), in Ober- und Niederösterreich (Vöckla, March, Kamp), Kärnten (Drau) und im Burgenland. "Das hat spürbare Folgen für Ökosysteme, Artenvielfalt und Wasserqualität", warnte die WWF-Expertin Marie Pfeiffer. Forellen seien demnach besonders bedroht.
Besonders rasch seien die Pegelstände im Murgebiet gesunken. Von März bis April stieg dort die Anzahl niedriger und sehr niedriger Pegelstände von 60 auf 90 Prozent. Im Marchgebiet erhöhte sich der entsprechende Anteil von 55 auf 90 Prozent. Im Einzugsgebiet von Raab, Rabnitz und Leitha im Osten des Landes nahm die Zahl niedriger und sehr niedriger Pegel innerhalb eines Monats stark zu und stieg laut WWF von 40 auf rund 75 Prozent. "Die aktuellen Niedrigwasserstände sind ein Warnsignal für die akuten Folgen der Klimakrise. Wenn Flüsse schon im Frühjahr dauerhaft zu wenig Wasser führen, geraten ganze Lebensräume unter Druck", sagt Pfeiffer.
Der WWF fordert daher ein Schutzpaket für die heimischen Flüsse, wie etwa die Wiederherstellung von Auen oder die Renaturierung verbauter Flussabschnitte sowie ein nachhaltiger Umgang mit Wasserressourcen. Besonders dramatisch sei die Situation in den sogenannten Restwasserstrecken. In Österreich gibt es 2.974 solcher Flussabschnitte mit einer Gesamtlänge von rund 4.447 Kilometern, in denen oft über 90 Prozent des Wassers für die Wasserkraft abgeleitet werden. Rund die Hälfte der Strecken erreicht nicht einmal den gesetzlich vorgeschriebenen ökologischen Mindestabfluss. "Diese Strecken erwärmen sich besonders schnell, der Sauerstoffgehalt sinkt, für viele Fischarten kann das rasch tödlich werden", warnt Pfeiffer. Der WWF fordert daher, die längst klar geregelten Mindestabflüsse konsequent umzusetzen und Wasserkraftbetreiber stärker in die Pflicht zu nehmen, um die Gewässerökologie nachhaltig zu sichern.
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