Künstler, Songs & Erfolgsquoten

ESC 2026 kompakt: Diese Acts stehen auf der Bühne

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von Quelle: APA, Clara Peter

Außenansicht der Wiener Stadthalle mit Werbung für den Eurovision Song Contest

Bild: APA/GEORG HOCHMUTH


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Bunte Pop-Acts, politische Botschaften und große Showmomente: Der Eurovision Song Contest 2026 bringt im Mai Europa auf der Bühne zusammen. Wir geben den Überblick über alle teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler, von Favoriten bis Außenseitern.

Das Wichtigste in Kürze

  • Von 12. bis 16. Mai findet in Wien der 70. Eurovision Song Contest statt.

  • Austragungsort ist die Wiener Stadthalle, wo 35 Länder um die Trophäe kämpfen.

  • Wer für welches Land antritt und wie die Erfolgschancen stehen erfährst du hier.

Der Eurovision Song Contest (ESC) zählt zu den größten Musikereignissen der Welt. Auch 2026 steht er ganz im Zeichen von musikalischer Vielfalt. Künstlerinnen und Künstler aus ganz Europa (und darüber hinaus) treten mit eigenen Songs an, um Millionen Fans zu begeistern und am Ende die begehrte ESC-Trophäe nach Hause zu bringen.

Ein Überblick über alle Teilnehmer:innen (wird laufend ergänzt):

Aserbaidschan: Die stimmgewaltige Ballade

Aserbaidschan setzt heuer mit der Powerballade "Just Go" von der stimmlich erfahrenen Sängerin Jiva auf klassische ESC-Zutaten. Gesanglich gilt der zweite Semifinalauftritt als sicher, inhaltlich und dramaturgisch ist der Finaleinzug trotz starker Stimmung unsicher. Den letzten und bisher einzigen Sieg holte das Land 2011 mit mit "Running Scared" von Ell und Nikki.

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Belgien: Die Elelectro-Pop-Hymne

Für Belgien geht die Sängerin Essyla mit dem Electro-Pop-Song "Dancing on the Ice" ins Rennen, einer optimistischen Jugendhymne, die im ersten Halbfinale am 12. Mai zu hören ist. Die aus Wallonisch-Brabant stammende Musikerin, die 2021 durch "The Voice Belgique" bekannt wurde, verfügt über eine fundierte musikalische Ausbildung und bereits mehrere Veröffentlichungen. Trotz einer langen ESC-Geschichte konnte Belgien 1986 bisher nur einmal gewinnen.


Bulgarien: Das Comeback

Bulgarien setzt auf die international bekannte Popkünstlerin Dara, die sich mit dem unkonventionellen Song "Bangaranga" im zweiten Halbfinale am 14. Mai präsentiert. Der mutige Beitrag soll vor allem durch Selbstbewusstsein und Überraschungseffekte punkten. In der ESC-Historie des Landes gab es bisher nur wenig große Erfolge, weshalb das Comeback nach der Pause seit 2022 Erwartungen weckt.

Deutschland: Positivität statt Provokation

Sarah Engels tritt für Deutschland mit dem Song "Fire" an, der Frauen dazu ermutigen soll, Selbstzweifel abzulegen und ihr inneres Feuer wiederzufinden. Von Deutschlands wechselhafter ESC-Bilanz lässt sie sich nicht abbringen. Für die 33-Jährige steht Leichtigkeit, Spaß und die Vermittlung ihrer Message im Mittelpunkt.

Finnland: Der Genre-Mix

Finnland tritt mit dem Duo Linda Lampenius und Pete Parkkonen sowie dem genreübergreifenden Song "Liekinheitin" an. Der Beitrag verbindet Klassik, Pop und Rock zu einem dramatischen Gesamtbild. Der auffällige Beitrag gilt als einer der Favoriten und hält sich seit Wochen an der Spitze der Wettquoten, getragen von der Bekanntheit der beiden Künstler. In Finnlands ESC-Geschichte stehen bislang ein Sieg (Lordi 2006) und ein zweiter Platz 2023 und zahlreiche Top-Ten-Ergebnisse zu Buche.


Georgien: Die jungen Erwachsenen

Georgien schickt die Gruppe Bzikebi mit dem Electro-Pop-Song "On Replay" ins Rennen, der auf eingängige Beats und verspielte Lyrics setzt. Das Trio ist trotz seines jungen Alters ESC-erfahren, gewann 2008 den Junior Eurovision Song Contest und tritt nun im ersten Halbfinale am 12. Mai mit deutlich erwachsenem Image an. Georgiens ESC-Bilanz ist wechselhaft, mit wenigen Finalerfolgen, mehreren letzten Plätzen und einer langen Durststrecke.

Griechenland: Der Extrovertierte

Griechenland schickt mit Akylas und dem unkonventionellen Song "Ferto" einen der auffälligsten Acts des ESC 2026 ins Rennen, der Rap, Folklore, Popkultur-Zitate und einen überraschenden Stilbruch vereint. Aufgrund der Originalität und der aktuellen ESC-Trends gilt ein Weiterkommen im ersten Halbfinale am 12. Mai in Wien als sehr wahrscheinlich, teils wird sogar von Favoritenchancen gesprochen. Griechenland zählt historisch zu den verlässlichsten ESC-Finalisten mit einem Sieg 2005, mehreren Top-3-Plätzen und zuletzt Rang sechs im Vorjahr.

Israel: Der umstrittene Teilnehmer

Israel tritt beim ESC in Wien mit dem Sänger Noam Bettan und dem mehrsprachigen Popsong "Michelle" an, der emotionale Elemente mit internationalen Einflüssen verbindet. Der erfahrene Livemusiker, in Israel bereits gut etabliert, steht im ersten Halbfinale am 12. Mai vor der Herausforderung, sein Land nach intensiven politischen Debatten überzeugend zu vertreten. Israels Geschichte ist von großem Erfolg geprägt, mit vier Siegen und zuletzt einem zweiten Platz im Jahr 2025.


Kroatien: Gegen den Mainstream

Kroatien tritt beim ESC mit der Ethno-Pop-Band Lelek und dem Song "Andromeda" an, der traditionelle kroatische Klänge mit modernem Popsound verbindet. Die fünfköpfige Formation versteht ihren Beitrag als bewusste, zeitgemäße Interpretation slawischer Identität und hebt sich durch eine mystische Inszenierung vom Mainstream ab. Nach ersten Erfolgen im kroatischen Vorentscheid gilt Lelek als spannender, wenn auch unkonventioneller Act im ersten Halbfinale am 12. Mai.

Litauen: Das Kunstprojekt

Für Litauen tritt Lion Ceccah an, der im ersten Halbfinale am 12. Mai mit dem mehrsprachigen Song "Sólo quiero más" und einer starken visuellen Inszenierung auffällt. Hinter dem Kunstprojekt steht Tomas Alenčikas, eine zentrale Figur der litauischen Drag- und Performanceszene. Litauens ESC-Bilanz ist bislang überschaubar, mit einem Bestwert von Platz sechs.

Luxemburg: Der sanfte Pop

Luxemburg tritt beim ESC mit der Violinistin und Sängerin Eva Marija an, die in "Mother Nature" Naturmystik, Wohlfühlpop und eine sanfte Botschaft von Liebe und Verbundenheit vereint. Die 20-Jährige, seit Kindheitstagen ESC-Fan und musikalisch international ausgebildet, versteht den Wettbewerb weniger als Wettkampf denn als kulturelle Begegnung. Nach der Rückkehr Luxemburgs zum ESC nach jahrzehntelanger Pause setzt das Großherzogtum nun auf einen ruhigen, klassischen Gegenentwurf zum schrillen Mainstream.

Moldau: Die energiegeladene Hymne

Moldau nimmt seit 2005 am Eurovision Song Contest teil und startete damals mit einem starken 6. Platz. Der bislang größte Erfolg gelang 2017 mit Rang drei. Nach dem Rückzug 2025 kehr Moldau nun 2026 wieder zurück auf die Bühne mit Satoshi und dem Song "Viva, Moldova!". Der energiegeladene Beitrag verbindet Pop und Rap und setzt auf urbanen Sound mit hohem Wiedererkennungswert.


Montenegro: Retro trifft Electro

Montenegro wird von Tamara Živković vertreten, die mit dem Song "Nova zora" einen modernen Popsong über Selbstbestimmung und weibliche Stärke präsentiert. Die 2000 geborene Sängerin gewann den nationalen Vorentscheid "Montesong 2025" und bringt dank früherer Bühnenerfahrung, Castingshow-Erfolgen und zahlreichen Auszeichnungen eine solide Karrierebasis mit. In der eher durchwachsenen ESC-Geschichte Montenegros hofft man nun, an frühere Erfolge anzuknüpfen und vielleicht vom guten "Wien-Omen" zu profitieren.

Österreich: Der Titelverteidiger

Der in Budapest geborene Künstler Cosmó geht mit dem humorvollen Song "Tanzschein" für Österreich ins Rennen. Der erst 19-Jährige setzt auf auffällige Choreografie und optischen Wiedererkennungswert. Nach bisher drei Erfolgen beim ESC hofft Österreich im Heimfinale mit Cosmó an die jüngsten Erfolge anzuschließen und eine Titelverteidigung zu schaffen.

Polen: Songwriting trifft Gospel & Rap

Für den polnischen ESC-Act Alicja ist es ein zweiter Anlauf nach dem coronabedingten Ausfall 2020. Nun geht sie mit dem selbst geschriebenen Song "Pray" ins Rennen, ein Lied zwischen Gospel, Soul, Trap und Rap über Selbstfindung und Neuanfang. Alicja tritt im ersten Halbfinale am 12. Mai an.


Portugal: Die Traditionellen

Portugal tritt beim ESC mit den Bandidos do Cante an, einem fünfköpfigen Ensemble, das mit "Rosa" auf die Tradition des mehrstimmigen Cante Alentejano setzte. Die Band, seit 2022 aktiv und national erfolgreich, gewann das Festival de Canção und vertritt Portugal im ersten Halbfinale am 12. Mai ausschließlich auf Portugiesisch.

Rumänien: Die Aufsehenerregenden

Die Sängerin Alexandra Căpitănescu tritt für Rumänien mit dem düsteren und emotional aufgeladenen Song "Choke Me" im zweiten Halbfinale am 14. Mai an. Der Song sorgte bereits im Vorhinein für Aufsehen und verspricht eine markante Inszenierung. Rumänien kann auf mehrere starke ESC-Ergebnisse zurückblicken, wartet aber seit Jahren auf einen neuerlichen Spitzenplatz.

San Marino: Comeback mit ESC-Erfahrung

Seit 2008 nimmt San Marino am Eurovision Song Contest teil und scheiterte dabei meist bereits im Halbfinale. Bisher gelang dem Kleinstaat viermal der Einzug ins Finale, eine Top-10-Platzierung oder ein Sieg blieben bis dato aus. 2026 setzt das Land erneut auf die erfahrene Sängerin Senhit, die mit dem bunten Popsong "Superstar" antritt. Senhit steht bereits zum dritten Mal auf der ESC-Bühne. Klappt es diesmal mit dem Einzug ins Finale?

Schweden: Die zeitgenössische Pop-Sängerin

Für Schweden geht dieses Jahr die 24-Jährige Felicia auf die Bühne, die sich mit dem Electro-Pop-Song "My Systems" beim Melodienfestival durchsetzte und im ersten Halbfinale antritt. Der Beitrag kombiniert harte Beats, starke Bühnenpräsenz und ESC-typische Themen wie Liebeskummer und Selbstbehauptung. Die Sängerin war am Songwriting beteiligt und hofft mit dem Beitrag an die erfolgreiche Geschichte Schwedens bei der Teilnahme am ESC anknüpfen zu können.

Serbien: Die Rockigen

Serbien setzt auf die sechsköpfige Metalband Lavina, die mit dem düsteren, mystischen Song "Kraj Mene" eine schmerzhafte Liebe in dramatischer Klang- und Bühnenform verarbeitet. Der Beitrag verbindet Metal, Rock und elektronische Elemente und überzeugte im nationalen Vorentscheid gleichermaßen Jury wie Publikum. In Serbiens wechselhafter ESC-Geschichte hofft man nun, mit diesem intensiven Act an frühere Erfolge anzuknüpfen und dem Genre Rock ein neues Gewicht auf der ESC-Bühne zu geben.

Tschechien: Pop mit Steigerung

Der 23-Jähriger Daniel Žižka tritt für Tschechien mit dem Popsong "Crossroads" im zweiten Halbfinale am 14. Mai an. Der junge Musiker und Schauspieler gilt als vielversprechende Stimme seiner Generation und setzt bewusst auf emotionale Klarheit statt große Effekte. Bis bis dato beste Platzierung von Tschechien beim ESC war Platz sechs im Jahre 2018. Kann Žižka dieses Jahr für sein Land eine neue Bestplatzierung einholen?

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