Austria empfängt Rapid im Derby - Sturm im Steiermark-Duell
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von AgenturenHoff Thorup hofft auf seinen ersten Derbysieg
Bild: APA/APA/TOBIAS STEINMAURER/TOBIAS STEINMAURER
Sturm Graz ist am besten in die Meistergruppe der Fußball-Bundesliga gestartet und greift nach dem Titel-Hattrick. Im steirischen Duell mit dem TSV Hartberg, dem großen Außenseiter in den Top sechs, will der Meister am Sonntag (14.30 Uhr) den nächsten Schritt setzen und zumindest den Vorsprung von vier Punkten wahren. Im 349. Wiener Derby zwischen Austria und Rapid (17.00 Uhr) geht es für beide um nichts weniger als die Möglichkeit, die Titelchance noch am Leben zu halten.
Austria - Rapid: Titelchance steht am Spiel
"Eine sehr spannende Ausgangsposition", konstatierte Austria-Coach Stephan Helm vor dem Heimspiel gegen den Stadtrivalen. Seine Elf liegt fünf Punkte hinter Leader Sturm und einen hinter Rapid auf Platz fünf. Als Entscheidungsspiel empfindet der 43-Jährige das Prestigeduell aber doch nicht. Aufgrund der Ausgeglichenheit der Meisterschaft "hat jedes Spiel in Relation mehr Bedeutung, deswegen sehe ich es nicht so endgültig", gab Helm an. In jedem Fall könne man "zusätzliche Energie erzeugen" und sich einen Schub für die letzten sechs Runden holen. In der laufenden Saison gab es zwei Siege über die Hütteldorfer (3:1, 2:0) zu feiern.
Letzteren Mitte Februar in der Anfangszeit von Johannes Hoff Thorup als Rapid-Trainer. Seither merke man, "dass sie etwas stabiler geworden sind und Fortschritte gemacht haben. Rapid ist keine Wundertüte, sondern ein sehr gut organisierter Gegner", konstatierte Helm, der mit einer frischen Vertragsverlängerung bis 2028 in die Partie geht. In der Meistergruppe gelang bisher nur ein "Dreier" gegen Hartberg, die Auftritte gegen Sturm (2:5) und beim LASK (1:4) gerieten zu Desastern. Jedes Mal agierte man dabei in Unterzahl, das will Violett diesmal - ohne den gesperrten Verteidiger Tin Plavotic - tunlichst vermeiden. Gelingt der "Derby-Hattrick", wäre es ein gutes Omen: Drei Derbys in Folge konnte man zuletzt in der Meistersaison 2012/13 gewinnen.
Rapid wird alles daran setzen, diesen Hattrick zu vermeiden. "Ich bin zuversichtlich, dass wir ein anderes Spiel zeigen wie in den ersten zwei Spielen, weil ich gesehen habe, wie viel Feuer im Training diese Woche war. Eine Derbyniederlage tut mehr weh, wir haben was gutzumachen", erklärte Jannes Horn, der nach seiner Sperre wieder dabei ist. Nach davor drei Siegen gegen Salzburg (zweimal) und den LASK hatte es vergangenes Wochenende gegen Sturm ohne ihn einen Rückschlag gegeben. "Das bringt uns nicht aus dem Konzept. Wir haben nicht die Leichtigkeit verloren", betonte der Deutsche.
Auch Hoff Thorup ist überzeugt, dass seine Elf wieder auf die Siegerstraße zurückkehren wird, die Erfolge im März hätten sein Team auf positive Weise beeinflusst. "Ich habe einen starken Glauben in die Stärken des Teams. Ich habe keine Mannschaft gesehen, die wir nicht schlagen können", sprühte der Däne vor Selbstvertrauen. Als Lehre aus der Sturm-Niederlage wurde in dieser Woche an einer Verbesserung der defensiven Disziplin und besseren Lösungen im letzten Angriffsdrittel gearbeitet.
Sturm - Hartberg: Bisher zweimal 1:0
Sturm ist nach drei Runden der Meistergruppe als einzige Mannschaft noch ungeschlagen. Das Lachen von der Ligaspitze ist die Belohnung. "Wir haben uns in eine sehr positive Position gebracht, haben auch eine stabile Leistungskurve und die Entwicklung geht auch wieder Richtung Heimmacht", sagte Sturm-Trainer Fabio Ingolitsch. Im Vergleich zum 2:0 bei Rapid, das einen "Extra-Push" gegeben habe, erwarte sein Team ein "komplett anderes" Spiel. "Wir werden mehr Ballbesitzphasen haben als in den letzten Spielen, müssen da gute Optionen mit dem Ball finden, aber auf eine gute Restverteidigung achten, denn Hartberg lauert auf Konter", erläuterte der 34-Jährige an seinem Geburtstag.
Da die Hartberger die wenigsten Gegentore der Liga kassiert haben, bezeichnete Ingolitsch die Partie als die "vielleicht schwierigste" in der Meistergruppe. "Mehrere Wochen" verzichten muss er auf Mittelfeldspieler Filip Rozga, bei dem bei einer MR-Untersuchung eine muskuläre Verletzung im Oberschenkel diagnostiziert wurde. Dafür wird der Torschützenlisten-Führende Otar Kiteishvili in die Startelf zurückkehren. "Er kann enge Spiele mit magischen Momenten entscheiden."
Zu überwinden gilt es mit Ammar Helac den Ersatztormann des TSV, da Tom Ritzy Hülsmann wie auch Abwehrchef Lukas Spendlhofer gesperrt ist. Helac erwartete ein "richtig geiles Spiel". Man wolle die Grazer ärgern und Zählbares mitnehmen. Das gelang bei beiden 0:1-Niederlagen in dieser Saison noch nicht. "Sturm ist die einzige Mannschaft, die uns im Grunddurchgang zweimal bezwingen konnte. Zwei Niederlagen, die uns noch immer ärgern, weil sie beide erst spät gefallen und aus unserer Sicht unverdient waren", sagte TSV-Coach Manfred Schmid. Sein Team ist gegen Sturm elf Duelle sieglos.
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