Crans-Montana: Schweiz für außergerichtliche Vergleiche
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von AgenturenEx-Kantonspolitiker als Präsident eines Runden Tisches ernannt
Bild: APA/APA/AFP/MAXIME SCHMID
Die Schweizer Regierung will bei einer Lösung der Ansprüche nach dem Feuerinferno von Crans-Montana auch auf außergerichtliche Vergleiche setzen. Sie hat den Wirtschaftswissenschafter und Ex-Kantonspolitiker Laurent Kurth als Präsidenten eines Runden Tisches ernannt, der Betroffene, Angehörige, Versicherungen und Behörden zusammenbringen soll, wie sie mitteilt. Er sei es gewohnt, "zwischen unterschiedlichen Interessen zu vermitteln und pragmatische Lösungen zu entwickeln".
Ziel des Runden Tisches sei es, "den Dialog zu vereinfachen und die Betroffenen bei der Erarbeitung von außergerichtlichen Vergleichslösungen zu unterstützen". In der Bar Le Constellation im Skiort Crans-Montana war in der Neujahrsnacht bei einer Silvesterparty ein Brand ausgebrochen. Insgesamt kamen 41 Menschen ums leben und rund 80 wurden überwiegend schwer verletzt. Funkensprühende Partyfontänen hatten Schaumstoff an der Decke in Brand gesetzt.
Gegen die Barbetreiber Jessica und Jacques Moretti und mehrere Verantwortliche der Gemeinde wird wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Brandstiftung ermittelt. Entgegen den Vorschriften war der Brandschutz in der Bar seit 2019 nicht mehr überprüft worden.
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