Straße von Hormuz
Iran greift mehrere Frachtschiffe an
Aktualisiert:
von Quelle: APA, JOYN NewsDie Straße von Hormuz bleibt unsicherer Ort
Bild: APA/APA/AFP/-
Iranische Streitkräfte haben nach eigenen Angaben drei Frachtschiffe vor ihrer Küste angegriffen und manövrierunfähig gemacht. In einer von der Nachrichtenagentur FARS verbreiteten Nachricht hieß es zur Begründung, die Revolutionsgarden hätten ihre "regelwidrige" Durchfahrt durch die Straße von Hormuz gestoppt.
Das Wichtigste in Kürze
Iran hat laut eigenen Angaben drei Frachtschiffe in der Straße von Hormuz angegriffen bzw. festgesetzt, weil sie angeblich Regeln missachtet hätten.
Hintergrund ist der Konflikt mit den USA und Israel: Iran schränkt die wichtige Handelsroute stark ein.
Laut der Nachrichtenagentur Reuters beschlagnahmte die Marine der iranischen Revolutionsgarden zwei der Schiffe und bringt sie an die Küste des Landes.
Die Nachrichtenagentur FARS veröffentlichte die Namen der drei Frachtschiffe. Laut dem Trackingdienst Vesselfinder handelte es sich bei der "Epaminondas" um ein Containerschiff unter Flagge Liberias, das von den Vereinigten Arabischen Emiraten in Richtung Indien unterwegs war.
Der Frachter "MSC Francesca" lag zuletzt vor der Küste Saudi-Arabiens und fährt unter der Flagge Panamas. Die "MSC Francesca" und die "Epaminondas" wurden demnach festgesetzt.
Kommandobrücke eines Schiffs schwer beschädigt
Außerdem wurde ein Containerschiff namens "Euphoria" attackiert, das sich iranischen Angaben zufolge in griechischem Besitz befinden soll.
Der britischen Seefahrtsbehörde UKMTO zufolge wurde die Kommandobrücke eines der Schiffe durch den Beschuss schwer beschädigt. Verletzte oder Umweltschäden soll es nicht geben. Die Besatzung aller drei Schiffe soll in Sicherheit sein.
Laut einem der Kapitäne habe sich ein Kanonenboot den iranischen Revolutionsgarden genähert, anschließend sei der Frachter mit Schüssen und Granaten attackiert worden. Auf dem iranischen Boot hätten sich drei Personen befunden, hieß es in Sicherheitskreisen.
Dem Kapitän zufolge habe es keinen Funkkontakt vor dem Zwischenfall gegeben. Dem Frachter sei zudem zunächst die Durchfahrt durch die Meerenge genehmigt worden. In iranischen Medien hieß es, das Containerschiff habe Warnungen der iranischen Streitkräfte ignoriert.
Noch keine iranische Reaktion auf Waffenruhe
Der Iran hat die Schifffahrt in der strategisch wichtigen Meerenge stark eingeschränkt, seit sich das Land mit den USA und Israel im Krieg befindet.
Die Führung in Teheran reagierte mit der Maßnahme zunächst auf die Bombardements und später auch auf eine Blockade iranischer Häfen durch die USA. Etwa ein Fünftel der weltweiten Versorgung mit Erdöl und Flüssigerdgas wurde vor Beginn des Krieges am 28. Februar durch die Wasserstraße abgewickelt. Aktuell gilt in dem Konflikt eine Feuerpause. US-Präsident Donald Trump hatte diese am Dienstag verlängert. Eine iranische Reaktion darauf steht noch aus.
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