Länder drängen bei Mediziner-Basisausbildung
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von AgenturenDer Weg in den Ärztealltag soll leichter werden
Bild: APA/APA/THEMENBILD/BARBARA BUCHEGGER
Die neunmonatige verpflichtende Basisausbildung für Medizinerinnen und Mediziner sorgt erneut für Diskussionen. Zwar ist die Debatte um die Abschaffung eingeschlafen, doch sorgen sich die Gesundheitslandesräte der ÖVP nun um die langen Wartezeiten auf einen Ausbildungsplatz. In einem gemeinsamen Brief an Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) fordern sie "Aktivitäten für eine bedarfsgerechte Adaptierung", berichteten die Oberösterreichischen Nachrichten.
Schumann wird zudem ersucht, von jener Arbeitsgruppe im Bund, die sich bereits jetzt mit der Evaluierung und potenziellen Weiterentwicklung der Basisausbildung nach Studienende befasst, einen Bericht zum "gegenwärtigen Arbeitsfortschritt einzuholen". Handlungsbedarf sehen sie auch bei der fächerübergreifenden Ausbildung. Diese sei mit der Basisausbildung (diese hat die frühere Turnusausbildung ersetzt) deutlich eingeschränkt, was die Anrechenbarkeit betrifft.
Regionale Unterschiede
Im Büro von Oberösterreichs Christine Haberlander verweist man auch auf regionale Unterschiede bei den Wartezeiten für einen Basisausbildungsplatz: Oberösterreich liegt demnach mit 4,9 Monaten unter dem Österreich-Schnitt (6,3 Monate). Am schnellsten verfügbar sind Plätze in Niederösterreich (4,6 Monate), am längsten warten heißt es in Vorarlberg (8 Monate).
In jüngerer Vergangenheit hat es immer wieder Kritik an der Basisausbildung gegeben. So forderten die Medizinuni-Rektoren im Vorjahr eine Neuordnung und erinnerten an das Klinisch-Praktische Jahr (KPJ), das bereits im letzten Studienjahr des Medizinstudiums ebenfalls eine Einführung in die Praxis bieten soll. Seitens der Ärztekammer waren Forderungen nach einer Abschaffung ebenso laut geworden wie vom früheren Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP).
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