Pilz vor Kletter-Saison verhalten, Schubert "zu motiviert"
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von AgenturenJakob Schubert zeigte sich vor dem Saisonstart "fast zu motiviert"
Bild: APA/APA/EXPA/ JOHANN GRODER/EXPA/ JOHANN GRODER
Die Kletter-Asse Jessica Pilz und Jakob Schubert starten in höchst unterschiedlicher Verfassung in die anstehende Weltcupsaison. Pilz räumte am Dienstag bei einem Pressegespräch in Innsbruck ein, dass ihre Wintervorbereitungen "sehr schwierig" verlaufen seien und sie "keine großen Erwartungen" für den Weltcup-Auftakt in China im Mai habe. Schubert hingegen, der den Auftakt auslässt und beim Heimweltcup in Innsbruck "zurückkehren" möchte, gab sich "fast zu motiviert".
Er sei heuer bisher "brutal gesund", was für ihn auch "den Spaß am Klettern" wieder "voll zurückbringt". Er müsse sich unter anderem deshalb in seiner Motivation sogar "zügeln", sagte der sechsfache Weltmeister und zweifache Olympiamedaillengewinner vor Journalisten in seiner Heimatstadt. Dennoch wolle er in der bald startenden Saison "nur drei bis maximal vier Events" wahrnehmen, darunter sicher Innsbruck und "womöglich Prag", hielt der Tiroler fest. Diese "Events" werde er aber ohne die hartnäckige Kapselverletzung bestreiten, an der er im letzten Jahr laboriert habe. Ebenjene Verletzung sei glücklicherweise mittlerweile "komplett weg".
Auch Pilz musste im letzten Jahr mit einer Verletzung kämpfen. Sie litt an einer langwierigen Entzündung ihres Mittelfingers. Im Gegensatz zu Schubert hängt ihr dieser aber offenkundig noch gewaltig nach. "Die Entzündung ist zwar ausgeheilt, aber der Finger ist nicht mehr wie zuvor", klagte die Niederösterreicherin. Der Mittelfinger sei "steifer als zuvor", fügte Pilz hinzu. Das wiederum führe dazu, dass sie "nicht voll in Form" sei und damit auch davon ausgehe, dass "ich in China wohl nicht ganz vorne mitspielen werde."
Olympia 2028 noch nicht im Fokus von Pilz und Schubert
Pilz und Schubert blickten zudem unterschiedlich in die noch fernere Zukunft, nämlich in Richtung Olympische Sommerspiele in Los Angeles im Jahr 2028. So wollte sich Schubert erst ab "kommendem Winter" darüber Gedanken machen und sich vorerst "Schritt für Schritt" die aktuelle Saison entlang langsam in Richtung Olympia hanteln. "Es geht dann ja ohnehin vorerst auch darum, ob ich mich überhaupt dafür qualifiziere", gab er sich abwartend. Der 35-Jährige hatte am Silvestertag vergangenen Jahres, seinem Geburtstag, angekündigt, die Kletterkarriere bis zu den Olympischen Spielen fortzusetzen.
Von Olympia 2028 war bei der 29-jährigen Pilz - sie hatte in Paris 2024 die Bronzemedaille errungen - noch überhaupt keine Rede. "Ich will aktuell erst einmal dahin kommen, wo ich schon einmal gewesen bin", erklärte die Weltcupsiegerin und zweifache Weltmeisterin etwas wehmütig. Es müsse in Richtung jener "besten Jessie" gehen, die sie in den Jahren 2018 und 2024 gewesen sei. Gegenwärtig wolle sie "an die Weltspitze zurückkommen" und zudem "den Spaß am Klettern wiederfinden", zeigte sie sich in gedämpfter Stimmung. Sie schaue nunmehr einfach, "wie das Jahr läuft" und wolle "diesen Weg genießen".
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