VCÖ fordert bessere Verkehrsplanung für Fußgänger

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von Agenturen

Viele Wege werden in Wien zu Fuß zurückgelegt

Bild: APA/APA/THEMENBILD/HANS KLAUS TECHT


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Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) hat den morgigen "Tag des Zu-Fuß-Gehens" zum Anlass genommen, um weitere Maßnahmen für eine fußgängerfreundliche Verkehrsplanung in Wien einzufordern. Zu einer solchen würden breite Gehsteige, sichere und übersichtliche Straßenübergänge und längere Grünphasen bei Fußgängerampeln gehören, hieß es in einer der APA übermittelten Stellungnahme. Die Wienerinnen und Wiener sind im Bundesländer-Vergleich laut VCÖ am häufigsten zu Fuß mobil.

Die Bevölkerung dort lege mehr Wege zu Fuß als mit dem Auto zurück, wird betont. Für Kinder und die Generation 50 Plus sei Gehen hier die häufigste Mobilitätsform. Im Jahr 2024 wurden insgesamt 30 Prozent der Alltagswege in Wien zu Fuß gegangen und 25 Prozent der Wege mit dem Auto gefahren, hieß es mit Verweis auf Zahlen, die von der Stadtverwaltung erhoben wurden.

Viel Platz für parkende Autos

"In der Verkehrsplanung wird das Gehen oft vernachlässigt, Fußgängerinnen und Fußgänger werden zu oft regelrecht an den Rand gedrängt. In vielen Straßen wird nach wie vor parkenden Autos mehr Platz eingeräumt als den Menschen, die zu Fuß mobil sind", bedauerte Klara Maria Schenk vom VCÖ. Längere Grünphasen wiederum seien insbesondere auch für ältere Menschen sehr wichtig, hieß es.

Wer häufig Alltagswege zu Fuß gehe, komme auf eine regelmäßige Portion gesunde Bewegung und tue damit der eigenen Gesundheit Gutes, wurde versichert. Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Bluthochdruck werde gesenkt. Zugleich würden Muskeln, Knochen und Gelenke gestärkt, wurde auf die Vorteile dieser Mobilitätsform hingewiesen.

Bei den zu Fuß zurückgelegten Wegen steht der tägliche Einkauf mit 59 Prozent an erster Stelle. Knapp dahinter folgt der Schulweg. Ebenfalls häufig ist eine Kombination, wie Schenk erläuterte: "Die Füße sind auch der wichtigste Zubringer zum öffentlichen Verkehr. Im Schnitt wird zu Haltestellen und von der Haltestelle ans Ziel ein Fußweg von jeweils 300 Metern zurückgelegt."

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