Regierungsprogramm

Mehr Steuern auf E-Autos: Das ändert sich für Autofahrer

Aktualisiert:

von Michael Zehenter

Bild: APA/GEORG HOCHMUTH


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Das Regierungsprogramm der künftigen Regierung aus ÖVP, SPÖ und NEOS sieht auch Änderungen vor, die Autofahrer betreffen. Wie der wegfallende Klimabonus teilweise kompensiert wird und welche Änderungen es für E-Auto-Fahrer gibt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Regierungsprogramm sieht Maßnahmen vor, um den Wegfall des Klimabonus für Autofahrer teilweise auszugleichen. Es wird dargelegt, wie diese Kompensation konkret aussehen soll.

  • Das Programm beinhaltet spezifische Änderungen, die sich auf Besitzer und Nutzer von Elektroautos auswirken werden. Die Art und der Umfang dieser Änderungen werden erläutert.

Autofahrer zahlen künftig drauf

Um das Budgetloch zu stopfen, setzt das Regierungsprogramm von ÖVP, SPÖ und NEOS unter anderem auch bei den Autofahrern an. Der Klimabonus wird abgeschafft, das soll aber teilweise mit einem Steuerabsetzbetrag für Pendler:innen ab 2026 kompensiert werden. Wie genau und in welcher Höhe, das verrät das Regierungsprogramm nicht.

Steuer-Pläne betreffen aber auch E-Auto-Fahrer. So plant die künftige Regierung die "Ausweitung der motorbezogenen Versicherungssteuer auf E-Autos". Bisher berechnete sie sich anhand der Leistung des Verbrennungsmotors und der ausgestoßenen CO₂-Emissionen. Der Mindeststeuersatz liegt derzeit bei 86,40 Euro pro Jahr.

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Wie diese Steuer nun auf E-Autos umgemünzt wird, ist noch unklar, ebenso wie die Kosten, die entstehen werden. Immerhin stoßen sie lokal kein CO₂ aus. Jedoch haben viele E-Autos ziemlich starke Motoren, die ordentlich PS (bzw. kW) aus der Batterie auf die Straße bringen.

Doch schon während der Verhandlungen zwischen FPÖ und ÖVP wurde diese Maßnahme vorgeschlagen – damals auch mit einem konkreten Ziel: 65 Millionen Euro sollte es noch 2025 bringen. Anhand dieser Schätzung rechnet der ÖAMTC mit durchschnittlichen Kosten von 400 Euro pro Jahr für E-Auto-Fahrer.

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Ladeinfrastruktur soll ausgebaut werden

Es gibt aber auch gute Nachrichten für Autofahrer, die elektrisch unterwegs sind. So sollen Rahmenbedingungen geschaffen werden, um die Ladeinfrastruktur für E-Autos rasch auszubauen – "um ein attraktives Angebot zu schaffen, um Elektromobilität stärker an die Lebensrealität in Österreich anzupassen", heißt es im Regierungsprogramm.

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Benzin, Strom und ...

Vor allem die ÖVP hat in den vergangenen Jahren immer wieder mit anderen Alternativen geliebäugelt, um Emissionen im Straßenverkehr auch ohne Diesel und Benzin zu reduzieren.

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Damals viel thematisiert: die E-Fuels. Für den Individualverkehr sind sie laut Experten zwar völlig unrentabel, nicht in genügend Mengen verfügbar und viel zu teuer, sie haben dennoch Erwähnung im Regierungsprogramm gefunden. So sei "Technologieoffenheit und Innovationskraft sind für die Zukunft der Mobilität wichtiger denn je."

Deshalb wolle man die "besten Rahmenbedingungen" schaffen, um umweltfreundliche Technologien zu etablieren. Genannt wurden hier "Wasserstoff, Elektromobilität, erneuerbare Kraftstoffe inkl. deren Beimengung oder E-Fuels und die Förderung neuer Konzepte."

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