Salzburger Forscher fanden in Griechenland Goldschmuck

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Der Goldfund von Ägina

Bild: APA/APA/Universität Salzburg


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Ein Forscherteam der Universität Salzburg hat bei Grabungen auf der griechischen Insel Ägina die Reste eines außergewöhnlich gut erhaltenen Goldschmucks aus der mittleren Bronzezeit (erste Hälfte des 2. Jahrtausends v. Chr.) gefunden. Er stammt aus einer Siedlung in der Nähe der Befestigungsmauern und besteht aus scheibenförmigen goldenen Anhängern, Goldperlen, Fragmenten einer punktverzierten Goldfolie und Karneolperlen.

Die Fundstücke gehören zu einem Schmuckensemble der mittleren Bronzezeit. Außerdem wurden noch zwölf Bronzefragmente gefunden, die vermutlich Teile von Waffen und einer Nadel sind, wie die Universität Salzburg am Montag in einer Aussendung informierte. Entdeckt wurden die Gegenstände im Herbst des Vorjahres am Kap Kolonna auf der Insel Ägina, die im Golf von Athen liegt.

Ähnlichkeiten mit dem Ägina-Schatz

"Die Artefakte wurden verstreut in der genannten Steinstruktur vorgefunden. Ursprünglich stammen sie wohl aus einem Grab, das noch nicht lokalisiert werden konnte und das zu einem unbekannten Zeitpunkt, bereits in der Antike oder in der Moderne, gestört worden war", so Projektleiter Alexander Sokolicek. Teile der Goldstücke weisen Ähnlichkeiten mit Objekten des sogenannten Ägina-Schatzes auf, einer Sammlung hervorragender, bronzezeitlicher Schmuckstücke, die seit 1892 im Besitz des Britischen Museums sind. Die neuen Funde geben wichtige Hinweise auf Werkstatttraditionen und die kulturellen Kontaktzonen innerhalb der Ägäis und sollen auf Herkunft, Herstellungstechniken und Bedeutung untersucht werden.

Ägina Kolonna liegt im Nordwesten der Insel und war seit dem Neolithikum (ca. 4. Jahrtausend v. Chr.) bis in die Zeit um 1000 n. Chr. durchgehend besiedelt. Einen ersten Höhepunkt erlebte die Siedlung in der Bronzezeit, als sich Kolonna zu einem überregional agierenden Ort mit einer weit vernetzten lokalen Elite entwickelte. Auch in historischer Zeit war Ägina ein Wirtschaftszentrum, das als Widersacher Athens in die Geschichte einging. Ein Heiligtum mit einem dorischen Tempel aus dem späten 6. Jh. v. Chr. wurde auf den Resten der bronzezeitlichen Siedlung errichtet. Die einzige erhaltene Säule des Tempels ist heute Wahrzeichen Äginas und war auch namensgebend für die Bezeichnung der Stätte als "Kolonna".

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